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Nov
30

Von dem Minarett, der Demokratie und Königen

Minaretten
Minaretten (by-nc-sa
von Shabbir Siraj)

Ahoi werte Leser,

ich war mal wieder eine Zeit lang ruhig, was einerseits am Stress des Vorstandsjobs liegt, andererseits daran, dass mein nächster Blogpost über ein Delegiertensystem recht lang wird und noch eine längere Recherche benötigt. Vielleicht wird er diese Woche fertig.

Jetzt möchte ich aber erstmal über Minaretten reden und über Volksabstimmung im Allgemeinen.

Zum Hintergrund, falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Die Schweizer hatten gestern eine Volksabstimmung über ein Minarettenverbot. Eine Minarett ist an einer Moschee das gleiche wie an einer christlichen Kirche ein Kirchturm. Nur, dass dort keine Glocken sondern Menschen zum Gebet rufen.

Zur großen Überraschung und gegen jede Vorhersage wurde dem Verbot zugestimmt, mit 57% der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 54%. Natürlich kann man darüber spekulieren, warum diese Abstimmung so ausging. Vielleicht denkt die Mehrheit der Schweizer so und hat sich nicht getraut, das bei den Umfragen auch zuzugeben. Vielleicht dachten die Gegner des Verbots auch „Ach, das kommt eh nicht durch, muss ich nicht zur Wahl gehen“, während die Befürworter dieses Verbots geschlossen zur Wahl gingen.

Eines hätte ich allerdings nicht gedacht: Dass ein Befürworter eines solchen Verbots im Bundesvorstand der Piratenpartei sitzt.

Genau das bringt mich heute dazu, auf die Schnelle zu bloggen und eins zu sagen: Ich persönlich distanziere mich ausdrücklich von den Ansichten Aaron Königs. Weiterhin glaube ich auch nicht, dass er in dieser Frage die Mehrheit der Piraten hinter sich hat.

Natürlich glaube auch ich nicht, dass die Schweizer mehrheitlich ausländerfeindlich sind, aber den Schweizern seinen Respekt für diese Entscheidung auszusprechen, geht zu weit:

In der Mehrheitsentscheidung der Schweizer drückt sich vielmehr ein Unbehagen gegen eine politische Bewegung mit Allmachtsanspruch aus, die die Gleichberechtigung der Geschlechter, die pluralistische Gesellschaft und die Demokratie explizit ablehnt. Diese politische Bewegung enthält auch religiöse Elemente und beruft sich daher auf die Religionsfreiheit. Doch die verfassungsmäßig garantierte Religionsfreiheit gilt unter der Prämisse, dass sich die Praktizierenden einer Religion an die Gesetze halten und die Werte der Gesellschaft, in der sie leben, achten und teilen. Eine politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens- und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu töten*, steht hingegen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit – denn Freiheit geht immer nur so weit, wie sie die Freiheit eines anderes nicht verletzt.

Was er da schreibt? Dass der Islam für ihn keine Religion ist, sondern eine politische Bewegung, die unserer Demokratie entgegen steht. Damit befürwortet er auch, dass ein „Symbol“ dieser Bewegung, die Bauform ihrer Kirche, verboten wird. Zumindest interpretiere ich seinen Blogpost so.

Das ist ungefähr so, als ob ich befürworten würde, dass wir keine Kirchtürme mehr bauen. Herleiten liese sich das auch, schließlich ist die Geschichte der Katholischen Kirche nicht sonderlich rühmlich und es gibt auch heute noch, vor allem in den Vereinigten Staaten, fundamentale Christen, die teilweise die Umerziehung oder Tötung von Schwulen fordern.

Natürlich haben wir ein weltweites Problem durch fundamentale Islamisten, die ihre Religion missbrauchen und meinen, andere damit „zwangsbeglücken“ zu müssen. Allerdings darf man nicht alle Gläubigen deselben Glaubens über einen Kamm scheren.

Natürlich ist die Religionsfreiheit endlich und zwar da, wo sie die Grundrechte anderer zu stark einschneidet. Nur sollte man sich fragen, wessen Grundrechte ein Bauwerk denn beschneidet? Wenn es einsturzgefährdet ist, potentiell die körperliche Unversehrtheit. Wenn es zu unmöglichen Zeiten Krach macht, die freie Entfaltung der Nachbarn. Beides ist bei einem Minarett nicht der Fall. Und wenn kein Grundrecht eines anderen auch nur tangiert wird, ist die Bauform nicht nur durch die Religionsfreiheit gedeckt, sondern auch noch durch das Recht auf Eigentum.

Und genau dann, wenn die Grundrechte einzelner Teilnehmer einer Demokratie nicht gegeneinander abgewogen werden, sondern einseitig eingeschränkt werden, muss man klar Stellung dagegen beziehen. Denn das Einschränken der Grundrechte Einzelner ohne profunde Begründung durch Einschränkung wichtigerer Grundrechte anderer, ist schlicht falsch, populistisch und tendenziell faschistisch.

Und genau deswegen gratuliere ich der Schweiz nicht. Denn nur weil dieses Ergebnis demokratisch entschieden worden ist, ist es nicht richtig, oder gar rechtens. Wer meint, dieser Argumentation folgen zu können, folgt auch der Argumentation, dass es rechtens ist, jemandem das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit zu nehmen, wenn die Mehrheit dafür ist.

Dem ist nicht so, denn nicht die Demokratie definiert die Grundrechte, sondern die Grundrechte die Demokratie. Sie sind unveräußerlich. Und wer etwas anderes schreibt, bedient sich nicht nur des Rechtspopulismus, sondern ich spreche ihm auch ab, ein Demokrat zu sein.

Und da dies nicht der erste Fehltritt von Aaron König war, vor allem an der rechtspopulistischen Ecke, bleibt mir nur zu hoffen, dass er die Konsequenzen zieht. Die Ansicht, dass die Einschränkung der Menschenrechte in Ordnung ist, nur weil es die Mehrheit der Bevölkerung gerne hätte, ziemt sich nicht für einen Demokraten und damit schon dreimal nicht für einen Piraten.

Edit: Mit Andi Popp hat ein anderer Bundesvorstand sich zu dem Minaretten verbot geäußert. „Die Schattenseiten der Direkten Demokratie“ heißt sein Werk und auch wenn ich Ihm dabei nicht voll zustimmen kann, freut es mich durchaus es zu Lesen. Setzt er sich differenziert mit der Problematik auseinander.

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30 Pings

  1. Alex sagt:

    Signed.

  2. Johannes sagt:

    Nicht nur in den USA gibt es Bestrebungen Homosexualität als Krankheit anzusehen und nach Möglichkeiten zu suchen sie zu heilen:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Christen-Christival-Homosexualitaet;art122,2453626
    (Da ist sie wieder, unsere Super-Duper-Nanny-(Ex)Familienministerin (nur mal so am Rande))

    http://www.ksta.de/html/artikel/1257159173027.shtml

    Was mich persönlich an der ganzen Diskussion stört (und die gibt es nicht nur in der Schweiz, hier in der Gegend hingen zur BTW ’09 überall Plakate der REPs mit „Gegen Minarette“): Das Christentum (und das hab ich selbst erlebt) erhebt einen Allein-Seeligmachend-Anspruch, hat es immer und wird es immer. Darum wird weiterhin fleißig missioniert und darum wird groß aufgeschrien, wenn sich in Albanien die Anwohner gegen Kirchen aussprechen, weil sie nicht ins kulturelle Bild passen. Denn das geht ja nicht, die heilige Kirche darf nicht zurück gewiesen werden, aber andererseits darf auch keine fremde Religion versuchen die Schäfchen zu klauen. Integration und friedliches Miteinander ist nicht gewünscht, und so wird es immer wieder solche Auswüchse geben.

    Johannes

  3. sekor sagt:

    Full ACK

  4. Knut sagt:

    Kann man nur zustimmen!

  5. Lars sagt:

    Vielen Dank für dieses klare Statement.

    Du hast meine volle Zustimmung.

  6. martin sagt:

    Unterschreib ich so!

    Martin
    Generalsekretär des BzV Schwaben der Piratenpartei Deutschland

  7. Stefan sagt:

    Es wurde bei Aaron aber auch oft von einem anderen Kommentator erwähnt, dass es nunmal kein Grundrecht auf religiöse Bauten gibt. Es gibt ein Grundrecht auf Religionsfreiheit, die gehört aber – da stimme ich dem dortigen Kommentator zu – in die eigenen vier Wände. Das sehe ich allerdings bei allen Religionen so, und das nicht, weil ich zutiefst unreligiös wäre, sondern weil ich Religion als etwas Privates ansehe, das viel zu oft zu anderen Zwecken missbraucht wird.

    „Wenn es zu unmöglichen Zeiten Krach macht, die freie Entfaltung der Nachbarn. Beides ist bei einem Minarett nicht der Fall.“

    Könnte meines Erachtens durchaus der Fall sein, eben wenn der Muezzin zum Gebet rufen will. Glockegeläute ist in Deutschland verankert und traditionell / sozial akzeptiert. Der Muezzin müsste, wenn ich das auf einer Islam-Seite [1] richtig lese, u.a. zu diesen Zeiten zum Gebet rufen:
    – „Dieses Gebet wird in der Zeit zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenaufgang verrichtet.“
    – „Dieses Gebet wird nach dem Ende der Dämmerung verrichtet, von Einbruch der Dunkelheit bis vor Beginn der Morgendämmerung.“

    Mag sein, dass zu diesen Zeiten auch Kirchenglocken läuten (das weiß ich nicht), aber diese haben sich über Jahrhunderte entwickelt, da steckt Tradition drin.

    Die Sache ist die, dass ich es einfach nicht richtig finde, wenn man in einem anderen Land (das fände ich auch bei mir selbst im Ausland falsch / finde ich bei anderen Deutschen im Ausland falsch) seine eigene Kultur vollkommen erheben und in die dortigen Traditionen reindrücken will.

    Ich weiß, dass viele da meine Ansicht nicht teilen. Ich allerdings finde die regionale Trennung von Traditionen und Bräuchen durchaus spannend, ansonsten verkommt irgendwie alles zu einem Einheitsbrei.

    [1] http://www.islam.de/27.php

  8. Ben sagt:

    Danke, eine solche Zusicherung von dem Bundestzustand habe ich gebraucht und für nötig gehalten. Ich hoffe, dass sich auch der Rest vom Bundesvorstand von Aarons Aussagen distanziert und er selbst entsprechende Schritte einleitet, um Schaden von der Partei abzuwenden.

  9. morphium sagt:

    „Ich hoffe, dass sich auch der Rest vom Bundesvorstand von Aarons Aussagen distanziert und er selbst entsprechende Schritte einleitet, um Schaden von der Partei abzuwenden.“

    Bitte, wo hat er denn der Partei Schaden zugefügt? Darf er nicht privat was bloggen, was er privat denkt?! Kommt mal runter, Leute!

    morphium

  10. Andreas Praefcke sagt:

    Völlig richtig. Dass nach Bodo Thiesen und den naiven Junge-Freiheit-Interviews schon wieder ein Piraten-Amtsinhaber in der ganz rechten (und intelligenzfreien) Ecke auftaucht, hätte ich nicht erwartet, und so bin ich einigermaßen schockiert. Ich bin kurz davor, meine Mitgliedschaft wieder zu kündigen.

  11. Andreas P. sagt:

    @Kommentator Stefan: „Ich allerdings finde die regionale Trennung von Traditionen und Bräuchen durchaus spannend, ansonsten verkommt irgendwie alles zu einem Einheitsbrei.“

    Schreib doch gleich, was du wirklich denkst: die Türken sollen endlich nach Hause geschickt werden. Mir wird übel, wenn ich sowas lese.

  12. Benjamin Stöcker sagt:

    @Ben Ich bin kein Bundesvorstand. (oder was meintest du mit Bundeszustand?)

  13. Sven sagt:

    @Andreas P.

    Wieder sehr interessant! Selbst bei definitiv NICHT „populistischen“ Kommentaren müssen Leute wie du noch das herein interpretieren, was ihr hören wollt! Ein sehr armseliges Verhalten!

    Stefan spricht nichts als die reine Wahrheit und hat meine volle Zustimmung!

  14. Benjamin Stöcker sagt:

    @Sven Ja Kirchtürme Leuten zu diesen Zeiten, oder eben nicht. Das kommt auf die Region an 😀

    An sich sollten hier für alle Kirchen die gleichen Rechte gelten, die Argumentation mit der Tradition kann ich persönlich nicht folgen.

    Und ich sehe durchaus, das es ein Grundrecht auf Religiöse Bauten gibt. Natürlich kann dies eingeschränkt werden, z.B aufgrund des Baurechts (was u.A. das Recht auf körperliche Unversehrtheit abbildet), allerdings sollte hier nicht nach Religion unterschieden werden.

  15. Harald Milz sagt:

    @morphium Wenn ein Vorstand bloggt, ist das erstmal nie privat, sondern er repräsentiert grundsätzlich die Organisation und prägt das Erscheinungsbild der Partei nach außen, gegenüber der Presse und gegenüber dem politischen Gegner, der das bei nächster Gelegenheit aus dem Hut zaubern wird. Natürlich darfst Du als Vorstand Deine private Meinung haben, aber wenn Du Vorstand wirst, gibst Du die an der Garderobe ab. Das haben aber scheint’s einige Vorstände noch nicht begriffen. Parteischädlich (und unprofessionell, aber möglicherweise piratig) ist, wenn Funktionsträger wild und unabgestimmt durcheinander plappern. Das mündet nämlich in genau die Politikmüdigkeit vieler Wähler, die es nicht mehr hören können, wenn der eine heute hü und der nächste morgen hott sagt. Grundsatzdiskussionen haben intern geführt zu werden – nach außen gilt eine abgestimmte Position, und die haben alle zu vertreten. Alles andere haben wir bei den Etablierten schonmal gesehen. Die Piratenpartei ist keine Plattform für unabgestimmte Egotrips. Hoffe ich jedenfalls.

    @Andreas Praefcke Da würde ich die Kirche im Dorf lassen … Eine tragische Einzelmeinung ist kein Grund für einen Austritt. Im o.g. Wiederholungsfall jedoch – überlegenswert.

  16. Benjamin Stöcker sagt:

    @Harald Milz: Das sehe ich etwas anders. Auch in Vorstand soll ruhig seine Meinung veröffentlichen dürfen, solange er dies deutlich als seine Meinung kennzeichnet und nicht die des Verbandes (So bin ich Vorstand der Piraten in Oberfranken, stelle hier aber meine Meinung dar).

    Problematisch wird es für mich, wenn die Meinung nicht in einem „normalen“ Spektrum liegt, und das sehe ich persönlich bei diesem Blogpost von Aaron König nicht.

    Es ist ja auch nicht das erste mal, an dem er fragwürdiges Postet in der Richtung, er wird aus Erfahrung jedenfalls nicht schlau. Für dieses Thema ist der Blogpost auch schlicht zu kurz um differenziert zu argumentieren. Das ist mein Problem.

    Meinungsbildung wird bei uns Piraten bestimmt auch über Blogs funktionieren. Ich wünschte mir sogar, dass sich mehr Vorstände raus trauen würden um Ihre Meinung kundzutun (natürlich gut als Ihre Meinung gekennzeichnet).

  17. Harald Milz sagt:

    @Ben Wenn’s klar als persönliche Meinung gekennzeichnet ist, vielleicht, aber selbst dann ist diese angreifbar im Sinne von „die sind sich ja nicht einmal intern einig“, und wie Zitieren aus dem Zusammenhang funktioniert, muss ich Dir als Mitglied von PP-BY-PR nicht erklären 😉 Natürlich kann man auch über die Öffentlichkeit Stimmung und Meinung machen, aber das erleben wir ja schon bei den Etablierten, das ist nicht wirklich innovativ.

    Aber ich habe da auch keine Musterlösung …

  18. Wolfgang sagt:

    Ich finde das immer noch ein Problem, wenn man sich zu sowas äussert, wird man sofort in die rechte Ecke gesteckt. Es muss endlich wieder möglich sein über alles frei aber sachlich zu diskutieren.

  19. Benjamin Stöcker sagt:

    @Wolfgang: Ich persönlich bin nicht jemanden, der Nazis an jeder ecke sieht. So hab ich kritische Posts gelesen, die differenziert sind, die mich nicht zu Weißglut gebracht haben. Ein Beispiel ist hier das Antibürokratie Team:

    http://www.antibuerokratieteam.net/2009/11/30/der-tag-nach-der-abstimmung/

  20. Stefan sagt:

    @Andreas P.
    Ich kenne sehr nette Türken hier, ich bin mit 2-3 gut befreundet. Du hast kein Recht, mir vorzuschreiben, was ich zu denken habe, nur weil du meine Worte herumdrehst!

  21. Andreas P. sagt:

    Stefan: Deine Worte hast Du schon selbst zu verantworten, herumgedreht habe ich die nicht, nur verdeutlicht. Denk doch mal drüber nach, was die „regionale Trennung von Traditionen und Bräuchen“ bedeutet. Das bedeutet in der Praxis entweder die Vertreibung ethnischer Minderheiten oder die Einschränkung von Religionsfreiheit und aller anderen Freiheiten gleich mit.

  22. Benjamin Stöcker sagt:

    @Andreas @Stefan:

    Ihr dürft hier gerne Diskutieren, auch knallhart, aber rein vorsorglich sag ich schon mal: Übertreibt es nicht und steigert euch nicht zu weit rein. Wenn ihr persönlich werdet, greife ich ein!

  23. Stefan sagt:

    @Andreas P.

    Das ist übrigens genau das Problem. Man darf sich – wenn es nach sehr vielen Leuten geht – bei dem Thema überhaupt nicht mehr äußern, wenn man nicht sagt: „Ja, kommt alle her, bringt eure Kultur mit und baut sie hier groß auf!“, weil ansonsten immer gleich die Nazi-Keule nach einem geworfen wird.

    Mit so einer Einstellung pisst man sich allerdings ans eigene Bein, weil immer mehr Leute, die ihre Kritik nicht mehr öffentlich äußern dürfen, zu den rechten Parteien getrieben werden. Dazu zähle ich mich nicht, ich hasse diese rechten Spaten, aber es gibt genug Leute, die gerne Kritik an der aktuellen Situation äußern würden (sicherlich weitaus geringer, als die Parolen der Rechten reichen), dies aber nicht können und dadurch nach rechts gedrängt werden, weil das die Einzigen sind, die auf ihre Ansichten hören.

  24. Benjamin Stöcker sagt:

    @Stefan Das zu oft die Nazi Keule geschwungen wird, sehe ich genauso wie du. Auch verstehe ich Menschen, die manche Dinge die passieren Kritisch sehen, vielleicht sogar manchmal etwas mehr.

    Man sollte allerdings immer gut begründen können, warum man etwas kritisiert. Und bisher hat mir eigentlich keiner sagen können, was an einem Minarett so schlimm ist. Oder was den Islam an sich so grundlegend vom Christentum unterscheidet (und ich meine da nicht Islamisten).

    Natürlich kann man feststellen, das hier lebende Muslime sich an die Menschenrechte halten sollte, dass sie unveräußerlich sind.

    Ich verstehe (das heißt nicht unterstütze) auch die Argumentation, Religionen weiter zurück zu drängen. Allerdings muss das für alle gelten, oder für keine.

    Es mag sein, das die Schweizer hier Symbolpolitik betrieben haben. Aber Symbolpolitik ist falsch, vor allem in diesem Fall. Es kann nicht sein, das friedlichen Gläubigen ein Grundrecht eingeschränkt wird, weil es irgendwo auf der Welt andere Menschen gibt, die den gleichen Glauben missbrauchen, oder siehst du das anders?

  25. Peter Pardon sagt:

    Ich gratuliere der Schweiz zu dem gesunden Empfinden für das Minarettverbot! Bei Ihnen ist es noch nicht zu spät! Islamiserung is Glaubesunfreiheit. Wir in Holland sagen jetzt: es soll doch nicht verrückter werden! Ich hoffe dass man in der Schweiz gelernt hat von useren Probleme, da wir vielen Jahre „politisch korrekt‘ gewesen sind mit schreckliche Konsequenzen für unsere geistliche Freiheiten. Seien Sie doch nicht solche Stummköpfen wie wir sind! Sie haben jetzt genug Islam in der Schweiz, oder?

  26. VisualBeo sagt:

    Schwieriges Thema, und viele drehen an einzelenen Aussagen/Worten/Buchstaben herum, wie es zur eigenen Meinung passt oder nicht passt.

    > „Dass der Islam für ihn keine Religion ist, sondern eine politische Bewegung, die unserer Demokratie entgegen steht.“

    Nun, Erdoğan als politische Führungsperson hat bei seinem Deutschlandbesuch 2008 in einem Stadion vor seinen Anhängern, die nun mal Muslime sind, gesprochen und sich dabei nicht gerade um Versöhnung bemüht, sondern eher um Geschlossenheit der Muslime in Deutschland. Das ist z.B. der Punkt, wo sich Politik und Religion vermischen. Und Integration ist wichtig für unsere Demokratie. Gehört also alles enger zusammen, als man es vielleicht wahr haben mag.
    Sich künstlich darüber zu empören mag wohltuend sein, aber nicht hilfreich.

    > „Damit befürwortet er auch, dass ein „Symbol“ dieser Bewegung, die Bauform ihrer Kirche, verboten wird. Zumindest interpretiere ich seinen Blogpost so.“

    Es gibt nun mal nicht viele demokratische Wege, seinem Unbehagen/Ängsten ggü. diesem Themenkomplex zum Ausdruck zu bringen. Aber Demokratie ist der Weg, den die Piratenpartei gehen will.

    Und an viele Kommentar-Schreiber hier Post: Demokratie heißt, dass man auch andere Meinung respektiert und zulässt. Es hilft da nicht, das „rechte“ Spektrum auszublenden. Meinungen dürfen nicht verboten sein, auch wenn man sie vollkommen ablehnt.
    Das kritische Meinungen bezüglich Islam/Ingetration/usw kaum ein Forum im demokratischen Sprektrum finden, ist evtl. ein Grund, weshalb rechtsextreme Parteien überhaupt existieren.

  27. Christian sagt:

    Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, den Leuten da draußen zu zeigen, dass die Piraten nicht alle die doch wirklich sehr Ansichten von Koenig vertreten, und das es dort auch eine Menge politische Klugheit gibt. Daher: Vielen Dank für diese Stellungnahme!

  28. Blackpanther sagt:

    Hallo zusammen,
    ich finde es klasse das die Schweiz aufgerufen wurde zum Thema Minaretten sebst entscheiden durften. Das Ergebniss schenke ich jeden Respekte und endlich ein Signal, das irgendwann die Toleranz und Gastfreundschaft auch mal ein Punkt hat. Wie oft haben wir zurück gesteckt und mussten uns aufgrund unser Vergangenheit Dinge und Aussagen gefallen lassen dabei ist der Islam an sich auch nicht unschuldig. Wieviel Toleranz und Ausübung wird den Christen oder andere Minderheiten im Abendland gewährt. Selbst in der Türkei die in die EU will werden Christen verfolgt und auf offener Straße gepeinigt bis hin zum TOT. Ich errinner nur an die Morde vor vier Jahren in der Stadt Istanbul, die an vier Christen ausgeübt wurden. Oder an der Aussage jeder der vom Islam zum Christentum wechseln möchte geniest in vielen Länder die Todesstrafe. Was soll das ist das Gerecht !!!!!
    Hier in der Europa wird nimand wegen seinem glauben bestraft, verfolgt oder geötet. Wir akzeptieren andere Religion egal welcher ART.

    Ich will hier eine Religion nicht schlecht machen, jede Religion soll seine möglichkeit haben sich so darzustellen wie Sie es möchten bzw. die Mitglieder sollen Sie ausüben können.

    Aber der Respekt an der Bevölkerung soll gewart werden und die rechte und Gesetze eines Ladens auch.

    Wie das Urteil der SChweiz, respektiert die Entscheidung ein großteil im Volke hat sich dafür entschieden.
    Ich würde mir wünschen diese Möglichkeiten auch in andere Länder durch zuführen, damit gewisse Politiker verstehen was im VOLke los ist.

    Bevor ein Türkische Politiker zum Aufruf eines Boykott gegenüber der Schweiz ausruft.Sollte diese erst ins eigene Land schauen wo ist der Bau neue christlicher KIrchen genehmigt wurden!!!!!!!!!!!!

  29. Fabian Schuster sagt:

    Mal ganz ehrlich? Ich finde das Minarettenverbot absolut richtig, besonders da es per volksentscheid durchgesetzt wurde.
    Ich halte mich persönlich für keinen rassistischen Menschen (wobei ich mich irren mag, ich kann nur von meinn Maßstäben ausgehen) und habe auch nichts gegen den Islamismus per se, wohl aber gegen die Formen die er leider nur zu häufig annimmt. Dies is ein Grund dafür, dass ich das Verbot unterstütze.
    Der andere ist die Tatsache, dass der „Gesang“ der Muhezime eine UNGLAUBLICHE Lärmbelästigung ist. ich habe vor kurzem bei einem Bekannten in Friedberg übernachtet, welcher in unmittelbarer Nähe zu einer Moschee wohnt. Morgens um 7 gings los. Dieses Geleier ist unerträglich! Ich finde Kirchglocken schon schlimm genug, aber die sind noch erträglich, da das ganze im Höchstfall am Wochenende mal 5 Minuten dauert… um 8h30. Aber morgens um 7 20 Minuten lang dieses -persönliche Auffassung- dissharmonische Quäken ertragen zu müssen…

    Nein, ohne mich! Ich würde mir ein „Gesangsverbot“ für die Muhezim wünschen.

    Gegrüßt!

  1. Health Insurance Quote sagt:

    Thank you for sharing your insights.

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