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Aug
12

Zwei Tritte zurück sind ein Schritt zu viel

Nachdenklicher MannMein Rücktritt – Wohl überlegt
von (jakecaptive unter der CC-BY 2.0)

Wie vielleicht einige schon mitbekommen haben, möchte Bernd Schlömer meinen Rücktritt wegen Formgründen nicht akzeptieren. Mich als Satzungsnerd würden die Formfehler ja interessieren – Die Begründung könnte wirklich faszinierend werden.

Da auf Mailinglisten und auf Twitter schon fleißig in der Gerüchteküche gekocht wird und ich Bitten erhalte „über die mir gespannte Brücke zu gehen“. Es könnte gut sein, dass ich heute Abend in der Vorstandssitzung nicht anwesend bin oder verspätet komme.

Von daher halte ich vorher fest:

Der Rücktritt vom Rücktritt ist ein Rückschritt. Vielleicht unterliegt Bernd dem Fehler, wie viele andere, die E-Mail zu stark zu gewichten. Dabei gebe ich zu bedenken, dass ich meinen Rücktritt nach der Vorstandssitzung bereits in Planung hatte. Er stand zwar noch nicht fest, die Wahrscheinlichkeit das es geschieht war allerdings durchaus hoch.

Es fällt immer schwer „was wäre wenn Spielchen“ zu Spielen, nur sollte niemand glauben, dass ich mir den Schritt leicht gemacht hätte. Ich habe bereits neun Tage darüber nachgedacht. Die zwei Hauptgründe für diese Entscheidung sind für mich unverändert, schließlich sitzen sie weiterhin im Vorstand. Ich danke dir Bernd für das Vertrauen das du offenkundig in mich setzt und ich befürworte die Versuche von dir hier für Ordnung und Frieden im Vorstand zu sorgen – zu Versuchen einen Schritt nach Vorne zu gehen. Bezeichnend für alle sollte sein, dass dieser Schritt vom Schatzmeister unternommen wird. Bernd, ich wünsche dir dabei auch viel Erfolg, auch wenn meine Hoffnung minimiert ist, dass einige tatsächlich die nötige Lernfähigkeit besitzen.

Zu meinem Rücktritt möchte ich die No-Angels zitieren – hätte mir als Teenager jemand gesagt ich würde das jemals tun, ich hätte ihn ausgelacht – da sie für die aktuelle Situation sehr treffende Worte formuliert haben:

No matter if it’s right or wrong this time We gotta leave the past behind There is nothing more to say So goodbye to yesterday Standing at the point of no return As the tears run down my face No turning back I wonder that So goodbye to yesterday Goodbye to yesterday

Ich bin schon auf der Suche nach meinen neuen Aufgaben in der Partei. Andreas Popp und Wolfgang Dudda haben uneingeschränkte Hilfsangebote von mir bekommen. Ebenfalls habe ich eine Bewerbung für einen Job an den Vorstand der bayrischen Piraten geschrieben.

Ich sagte ja ich werde nicht weg sein, sondern werde den Piraten treu bleiben, nur meine Position ändert sich – Ich werde jetzt einfach Politik machen und derzeit kann man das leider deutlich besser außerhalb von Vorstandsämtern.

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10 Pings

  1. Kyra sagt:

    wer No-Angels zitiert, dem muss es wirklich sehr ernst sein ;). Aber ich kann Dich (glaube ich) verstehen. Es ist schön dass Du den Piraten mit Deiner Tatkraft erhalten bleibst. Vielleicht bis später bei der Telko. Ich bin sicher dabei, weil ja da auch „mein Projekt“ abgestimmt wird, Wikileaks. Wir sehen uns bestimmt, spätestens beim BPT in Chemniz denke ich, oder?

  2. Konni Scheller sagt:

    Du hast uneingeschränkt recht. Die Position im Vorstand wäre nach dem Rücktritt vom Rücktritt deutlich geschwächt.

    Es ist zwar bedauerlich, aber natürlich können sich auch Piraten den üblichen Machtspielchen nicht entziehen – das kann nicht mal ich als Obermufti eines Familienunternehmens, das lediglich ein paar Aushilfen beschäftigt.

    Wir sehen uns ja am Montag…

  3. Simon Lange sagt:

    Ich war sicherlich nicht mit allen Deinen Ansätzen und Entscheidungen einverstanden, trotzdem halte ich es für übertrieben und unangebracht nach so kurzer Zeit sein Amt hinzuschmeissen.

    Leider hast Du es auch versäumt klar und unmissverständlich die Gründe zu benennen. Denn mit dem Amt hast Du auch Verantwortung übernommen und bist es Deinen Wählern und den Mitgliedern schuldig klare Gründe zu benennen. Sei es um Dich und Deine Handlung zu verstehen, aber auch um ggf. einen derartigen Effekt zukünftig zu verhindern.

    So hat Dein Rücktritt nur die Gerüchteküche angeheizt aber nichts positives bewirkt.

    Deshalb verstehe ich auch Bernd sein Ansinnen, wenngleich ich schade finde das er selbst in den BuVo Sitzungen so selten Stellung bezieht sondern oft sich enthält wenn es um entscheidende Anträge für die Partei geht. Aber das ist etwas anderes. 😉

    Meine Bitte daher ist, dass Du doch bitte endlich Klarheit und umfänglich darlegst weshalb Du zurückgetreten bist. Wenn es wegen einer Mail war, dann benenne diese und den Absender klar.
    Wenn dem nicht so war dann benenne die wahren Gründe, aber mach bitte Schluss mit diesem Eierlauf und den daraus resultierenden Gerüchten.

    Ich respektiere, dass Du deine informationelle Selbstbestimmung wahrnehmen möchtest, aber sage Dir unmissverständlich, das Du mit Kandidatur zum Amt dieses Recht selbst eingeschränkt hast bezüglich aller Belange die mittelbar mit der Partei zu tun haben. Und hier gehts nunmal klar um die Partei und nicht um Dein Privatleben.

    Daher meine Bitte um echte Offenheit und weg mit den Andeutungen.

    Simon

  4. Benjamin Stöcker sagt:

    Simon,

    ich werde keine Schlammschlacht anfangen – das steht mir nicht und das ziemt sich nicht. Wenn ich schreibe, dass die Zwei Hauptgründe unverändert im Vorstand sitzen, dann ist doch offenkundig, dass es Probleme mit einzelnen Bundesvorstandsmitgliedern – genauer deren Verhalten – sind.

    Das habe ich auch schon im ersten Blogpost geschrieben. Ich werde jetzt nicht (sogar noch von außen) den Restvorstand in Bedrängnis bringen, in dem ich „interna“ „auskippe“ und einen Rosenkrieg führe.

    Ich habe mich in Bingen wählen lassen um die Partei und ihre Ziele voranzubringen. Dem fühle ich mich immer noch verpflichtet! Und dazu zählt es auch den Rest-Vorstand seine Arbeit machen zu lassen, auch wenn ich einzelnen persönlich nicht mehr Vertraue.

    Das was du verlangst ist schlicht Zeit und Energieverschwendung. Und wir sollten unsere Energie eben auf Politik und den Gegner richten, nicht nur immer auf uns selbst.

  5. Simon Lange sagt:

    Das Problem dabei ist nur, das bereits Energie verschwendet wird und Klarheit diese Phantom-Debatte ein für allemal beenden würde.

    Ich kann mir zwar denken welche Personalien Du meinst, aber mit meinem Kommentar wollte ich ja nicht nur „mein“ Interesse Kund tun, sondern darauf hinweisen das nicht wenige wild am spekulieren sind und ein wenig Klarheit sicherlich diese nicht enden wollenden Diskussionen ein für alle mal beenden würde.

    Mit Schlammschlacht haben derartige offene Worte nichts zu tun. Denn ich traue Dir durchaus zu, das Du Deine Kritik auch argumentativ stützen kannst. 😉

    wink

    Simon

  6. Bernhard Schubach sagt:

    Der Song ist wirklich schlecht, ich kann mir iregendwie nicht vorstellen das jemand die 4:21 durchhält, wenn doch verdient das auf jeden Fall Respekt !

  7. Jens sagt:

    Das Ganze hättest du dir allerdings auch früher überlegen können. Mit so wenig Rückgrat für den Bundesvorstand zu kandidieren, ist nicht gerade verantwortlich. Jeder von uns sollte das eine Jahr durchziehen, egal welchen Gegenwind man bekommt. Wir können nicht dauernd neu wählen, weil einige beim ersten Shitstorm den Kopf in den Sand stecken.

    Danke dennoch für deine Arbeit!

  8. Benjamin Stöcker sagt:

    Lieber Fake Jens,

    um an das original heran zureichen fehlt aber noch was 😉

  9. Achim sagt:

    >>>>Ich sagte ja ich werde nicht weg sein, sondern werde den Piraten treu bleiben, nur meine Position ändert sich – Ich werde jetzt einfach Politik machen und derzeit kann man das leider deutlich besser außerhalb von Vorstandsämtern.

    Genau so ist es. Für diese (wenngleich späte) Einsicht gebührt dir der volle Respekt. Mach was draus, mein Wohlwollen hast du.

  10. Achim sagt:

    Pardon für die fehlerhafte Formatierung. So war’s gemeint:

    >>>Ich sagte ja ich werde nicht weg sein, sondern werde den
    >>>Piraten treu bleiben, nur meine Position ändert sich – Ich
    >>>werde jetzt einfach Politik machen und derzeit kann man das
    >>>leider deutlich besser außerhalb von Vorstandsämtern.

    Genau so ist es. Für diese (wenngleich späte) Einsicht gebührt dir der volle Respekt. Mach was draus, mein Wohlwollen hast du.

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