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Okt
24

Über den Troll

Symbolbild: Foto eines TrollsGrinst nur wenn man ihn füttert: Der Troll (Bild von dtsomp unter CC-BY-ND)

Er begegnet uns im Internet immer und überall wo wir kommunizieren: Der Troll. Ein Pirat aus NRW hat jetzt ein Gedicht über ihn geschrieben, welches ich mehr als gelungen empfinde. Er hat mir erlaubt es hier zu veröffentlichen und es steht unter der CC-BY-NC-SA (Namensnennung KW35):

Der Troll

Mich dünkt als Leser dieser Liste,
Dass so mancher Troll
Behaglich sich hier eingenistet.

Doch wer ist dieser Genosse,
Der sitzend auf hohem Rosse
Die Breite Masse weithin grämt
Und dabei stets bedacht,
Dass er sich möglichst wichtig macht
Die Produktivitäten lähmt.

In Listen und auch Foren
Klingeln einem schnell die Ohren,
Wenn man auf diese Gattung trifft,
Die scheinbar selbst sich eingeschifft.
Was treibt sie an die üblen Kameraden,
Deren Ziel es scheinbar ist zu schaden?

Weithin hat sich bisher rumgesprochen,
Dass sie zum Fressen aus dem Loch gekrochen.
Sie laben sich am Streite den sie selbst entfacht
Und da bisher immer jemand mitgemacht,
Braucht er um Nahrung nicht zu bangen,
Denn gibts genug die ihm mit vollen Händen
Beitrag für Beitrag ihre Zeit verschwendend
Futter vor die Füße werfen.
Auf das er nun gestärkt
Beginnt mit wahrem Feuerwerk
An Text und hohlen Phrasen
Sich wichtigmännisch aufzublasen .

So mancher unbedarfte Leser,
Man kanns ihm nicht einmal verdenken,
Wird nun mit Fakten reagierend
Die Diskussion in ungeahnte Bahnen lenken.
Denn ist zum Scheitern er bestimmt,
Denn jeder Troll ist wie mans kennt
Erst froh wenn richt’ger Streit entbrennt.
Mit Argumenten kommt man ihm nicht bei,
Denn diese sind ihm nicht nur einerlei,
Nein er versteht sich ganz geschickt
Auch ohne diese auszukommen
Und formuliert nun ganz verschwommen
Mit Floskeln reichlich gespickt,
Dass nur er im Rechte sei,
Worauf die Schreiberei
Von seinen Gönnern und Versorgern
Aufs Neue nun entbrennt
Und sich schon bald in Sinnlosigkeit verrennt.
Erst jetzt, wo jeder Sinn dahin geschieden
Schaut der Troll zufrieden.

Auch wenns ein Blinder müsst erahnen
Und viele Leute auch noch warnen,
Dass hinter all dem sich ein Troll verberge,
So findet sich doch immer einer
Der sich, weil selbst im Geiste wohl beschränkt
An des Trolles Faden hängt.
Und so suhlt der Troll sich wohlig im Gezeter
Das den Thread nun füllt auf viele Meter.

Wie kommt man dem Gesindel nun am besten bei?
Ganz sicher nicht mit laut Geschrei.
Die Lösung ist nicht weiter schwer
Doch effektiv dagegen sehr.
Sieht man welche in der Liste lungern
Lässt man sie kurzerhand
Und ohne dass ein Streit entbrannt
Am langen Arm verhungern.
Und so schnell wie sie gekommen
Ohne dass nur ein Wort ausgesprochen
Verschwinden sie ganz klein
Unter jenem Stein
Unter dem sie einst hervor gekrochen

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