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Jan
14

Kurz notiert: Telekompropaganda erschreckend erfolgreich

Manchmal ist man vom sogenannten „berufsmäßigen“ beziehungsweise „professionellen“ Journalismus dann doch schockiert. So hat heute das Handelsblatt einen Artikel über Netzneutralität veröffentlicht – schon der Teaser ist unglaublich:

Nicht nur politisch, auch technisch müssen unterschiedliche Geschwindigkeiten im Internet umgesetzt werden. Dabei kommt es auf die Knotenpunkte an. Wie Netzanbieter hier einige Daten mit Vorfahrtsrechten ausstatten wollen – und wie das die Internetnutzer merken werden.

Der Rest könnte wörtlich von einem Werbeflyer der Deutschen Telekom abgeschrieben sein. Differenzierte Sichtweise? Fehlanzeige! Es wird noch nicht mal versucht Argumente der Netzneutralitätsgegner zu widerlegen – man ignoriert sie einfach. Und so ein unkritisches Kopieren wollen die sich noch mit einem Leistungsschutzrecht vergolden lassen. Das zeigt mir doch wieder deutlich, wie sinnvoll es ist sich für die Publikationsfreiheit und nicht die Pressefreiheit einzusetzen. Nur durch einen neue Sicht auf die Publikative werden wir Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit im 21 Jahrhundert erhalten.

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