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Sep
29

Kurz notiert: Piraten – Partei oder Posse?

Jakob Augstein, Verleger des Freitag, und Nikolaus Blome, Leiter des Hauptstadtbüros der Bildzeitung, streiten sich regelmäßig über aktuelle Themen auf Phoenix. Diesmal streiten sie sich über die Piratenpartei und die Diskussion finde ich extrem faszinierend und verbreite sie hier mal weiter.

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9 Kommentare

  1. BlackBuccaneer sagt:

    Abgeschaltet nach 3:28 Min. Beide sind unerträglich und ich kann sie leider nicht ernst nehmen.

  2. sayar hamza sagt:

    also Leute die werden jetzt erstmal reden wie ihnen der Mund gewachsen ist , das zeigt eigentlich mehr ,dass sie immer noch nicht mitbekommen haben ,die Politik hat versagt , wenn 55 % etwa zu Wahl gehen und davon auch noch 9 % euch wählen , dann sollten sie alle samt euch fürchten , ich finde euch Gut und eure Forderungen sind gerecht und sozial ,und im Parlament zieht eure Interessen voll durch.
    Wir leben zwar in Deutschland aber Politisch ähnelt sich dieses Land immer mehr zu Amerika ,und wie es dort funktioniert weis allmählich jedes Kind, dort muss Mann 3 Jobs machen damit mann überhaupt leben kann .
    Immer mehr für die Konzerne und immer weniger für die Arbeiter und normale Menschen , im Fernsehen gibt es mehr Nachrichten über die Börse und Dax usw. als über normale Arbeit , dabei gibt es nur 3,4 Millionen Aktien Besitzer aber Deutschland hat über 80 Millionen Einwohner ,hier muss sich was ändern.
    Also ich finde euch Gut , versucht es dieses Land Sozial gerecht und Menschlicher zu machen , ob ihr was erreichen könnt oder nicht ,allein die Tatsache,dass ihr da seit ist schon ein Genugtun.

  3. ilona sagt:

    Es tut weh, was der Herr von der Bildzeitung von sich gibt (ich will seinen Namen gar nicht wissen).
    Piratenpartei – super, ich werde sie unterstützen, wo es geht. Endlich Leute, die Durchblicken und
    an das Wohl der Menschen denken. Alle anderen sind ja nur in ihr Parteiengeklüngel verstrickt und
    scheinen nichts anderes wahrzunehmen, als die Parteistatistiken und der Bürger ist ja sowieso
    nur Wahl- und Zahlvieh. Warum treten die Politiker nicht einen Teil Ihres Gehaltes ab, um soziale
    Projekte zu finanzieren, warum müssen wir Bürger mit unseren Steuern nun auch noch Länder
    wie Griechenland usw. durchbringen? Wo sind wir denn?
    Richtig – gläserner Bürger gehört abgeschafft, gläserner Staat muss endlich her. Wir wollen wissen,
    wieviel unsere Politiker verdienen, was sie für ihr Geld tun. Politiker als Vorstände in der Industrie
    gehören endlich verboten – wie kann jemand neutrag sein, der im Vorstand der Stahlindustrie (Waffen)
    der Atom- oder Autoindustrie sitzt? Das geht nicht. Wann begreifen es die Deutschen endlich,
    dass sie nur an der Nase herumgeführt werden und in einer Parteiendiktatur leben, dass es
    hier keine Demokratie gibt, denn sonst hätte das Volk etwas zu sagen – hat es aber nicht.
    Das Volk hat das Maul zu halten und zu zahlen, woher das Geld kommt, das ist den Politikern
    egal. Nicht nur in USA, Italien usw., auch hier gehört es bald zum Alltag, 2 oder 3 Jobs zu haben.
    Und studieren geht schon seit Jahrzehnten nicht mehr ohne Arbeit nebenher – außer man hat
    wohlhabende Eltern.
    Zitate aus der Weissen Rose (Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime), die nichts von
    ihrer Aktualität verloren haben:

    „Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen …Herrscherclique regieren zu lassen.“
    „Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung. Für uns aber ist es die Pflicht, dem Zweifel zu begegnen und eine eindeutige Richtung einzuschlagen.“

  4. Wunschkind sagt:

    Ich hab’s bis 3:03 geschafft, dann hat mich der BILD-Typ zu sehr genervt.

    „Nur eine Forderung absolut setzen“ „Nur eine Prämisse absolut setzen“

    So ein Blödsinn.

    Hier sehen wir wieder mal, wie beeinflusste Medien gegen alles wettern, was nicht von ihren Geldgebern kommt und was nicht in ihr althergebrachtes Konzept passt.

    Der andere Typ war zwar keinen Deut schlauer, aber immerhin hatte er Recht, indem er positive Zeitungsmeldungen korrekt wiedergab.

    Es zeichnet sich klar ab, dass diese althergebrachten Strukturen der Grund für all die Probleme sind, die wir jetzt haben, und da sehe ich die Piraten als die Ersten seit rund 30 Jahren, die sich mal ernsthaft mit der Materie beschäftigen. Klar fehlen der PP noch Themen. Klar gibt es noch nicht zu allem eine Stellungnahme. Aber Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

    Mir fiel aber auf, dass viele, viele Stellen, die es besser wissen könnten, die PP nicht ernst nehmen. Mir ist das völlig unbegreiflich, wenn ich mir die Werbeaktionen und die weitläufig sichtbaren Ambitionen ansehe. Aber das wird ein Vorteil sein. Der Mensch von heute ist selbstbewusster in der Wahl seiner Quellen geworden, das Internet hat diese Entwicklung begünstigt, wenn nicht sogar hervorgerufen. Und genau das wird bestimmten Politikern bald schwer auf den Magen schlagen, spätestens, wenn die PP in weitere Landtage einmarschiert und ihre Ideen dort verbreitet. Weil sie sie nicht ernst genommen haben.

    Wunschkind 😉

  5. Richy sagt:

    Da kann man nur zustimmen!

  6. Upjohn sagt:

    Das 5-Min.-Format beider ausgesprochen verlogenen Journalisten dient im ausgesprochen linkslastig dominierten Phoenix-Staatssender dazu, dem sich vermeintlich politisch informieren wollenden Bürger eine Scheindiskussion zwischen links und rechts zu lieferen. Mehr ist der Kappes von Augstein gegen Blome nie gewesen. Die Lügerei fängt schon damit an, dass Thomas Jakob Augstein nicht der Sohn des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein ist, sondern von ihm anerkannt wurde, weil dessen Frau ein Verhältnis mit dem Künstler Martin Walser hatte und dem Rudolf das Kind des Martin unterschob. Für mich wirkt die aufgeblasene Selbstherrlichkeit des Thomas Jakob Augstein ebenso verlogen wie jene des Spiegels, der nicht links und nicht rechts ist, sondern totalitär-kollektivistisch.

    Bei den Piraten übrigens – und das sage ich als konservativ-liberaler Wähler, der von Zick-Zack-Merkel und 18%-Guido die Nase randvoll hat – bin ich bisher nicht sonderlich überzeugt. Man wird sehen, ob zwischen dem Piraten-Chaos-Geschwafel und dem tatsächlichen Handeln im politischen Alltag auch so eine Riesenkluft herrscht wie bei den etablierten Parteien. Das kann man sich ja sehr genau in Berlin im Abgeordnetenhaus ansehen. Mal sehen, was die Piraten dort zumindest vorzuschlagen fähig sind und ob sie dann auch so abstimmen, wie sie es sagen selbst wenn sie in der Opposition sind.

    Was mich übrigens an den Piraten ziemlich nervt, ist deren vollständige und explizite Unfähigkeit in Wirtschaftsfragen. Wir haben eine Euro- und Schuldenkrise. Die Piraten haben es nicht mal kapiert, zu verstehen, was die Target-Kredite für eine Sprengkraft besitzen (siehe http://www.youtube.com/watch?v=tvcN1gkaEew ). Von politischen Aktivitäten gegenüber extrem wichtigen Themen wie der aggressiven Außenpolitik der Türkei gegenüber Griechenland und
    Israel (politische Such-Stichwort: Strategic Depth, Strategische Tiefe, Neo-Osmanism, Neo-Osmanentum) mal
    ganz zu schweigen. Ich denke, den Piraten ist auch völlig entgangen, dass es die Leistung des konservativen Bloggers und Human-Rights-Activists Ezra Levant/Kanada von SunTV-Networks war, der sich für die Aktion „Ethical Oil“ eingesetzt hat und damit die faschistoiden saudi-arabische Herrscherfamilie nötigte, das Wahlrecht für Frauen
    in Aussicht zu stellen.

    In meinen Augen sind die Piraten derzeit ein ebenso peinliches politisches Ablenkungsmanöver (diesmal allerdings
    von seiten der „linken Kollektivisten“), wie es vor der Berlinwahl die Partei „DIE FREIHEIT“ seitens der CDU in Berlin war. Die Zeit wird noch weisen, ob es Piraten wert sind, gewählt zu werden. Was man sich im Netz über den alten Bundesvorstand hat anhören können – nämlich u.a. das Unter-den-Teppich-Kehren eines eigenen Wahlkampfkosten-Erstattungstopfes von 100.000 Euro – hat mich schon ausgesprochen stark an der Seriosität der Piraten zweifeln lassen. Wer als Mini-Partei schon mit einem Finanzskandal startet, ist in meinen Augen nicht besser als die CDU mit ihrem Parteispendenskandal-Rücktreter Schäuble, der kurz darauf Innenminister und heute Finanzminister wurde.

  7. Benjamin Stöcker sagt:

    Die 100.000 € Finanzverschleppung kennt der Verschwörungstheoretiker übrigens exklusiv, deswegen fehlt jeglicher Link um ihn zu untermauern. oO

  8. Jörg West sagt:

    Die offene Struktur – Bürgerbeteiligung – Transparents – Gläserner Staat – Unschuldsvermutung usw. dürfte den Etablierten Parteien schwer im Magen liegen.
    Dazu kommt ein hohes Wissenschaftlich Intellektuelles Niveau der Piraten – eine Aufspaltung der Gesellschaft – aufweichen des Grundgesetzes – Manipulieren / Kriminalisieren wird nicht in jedem Fall verhindert, allerdings auf dem Kürzesten Weg durch die geschaffene offene Parteien Struktur der Piraten korrigiert.

    Die können Labern was Sie wollen… schon in sehr kurzer Zeit werden die sich mit einer neue Realität auseinandersetzen müssen… gut so! Die Demokratie war schon fast abgeschafft…

  9. Till Zottelmaier sagt:

    Wichtig ist, nicht für jedes Problem ein Patentrezept zu besitzen, sondern Probleme beim Namen zu nennen und möglichst vielen Menschen eine Diskussion zu diesem Thema zu ermöglichen.

    Deshalb sehe ich den Mangel an konkreten Positionen und den teilweisen extremen Forderungen bei der Piratenpartei nicht so kritisch. Vielmehr liegt die Stärke der Piraten in der neuen, transparenten Diskussionskultur.

    Wenn diese bei dem weiteren Wachstum weiter aufrechterhalten wird, kann Politik um ein gutes Stück Meinungsbildung bereichert werden, gerade durch naive unausgegorene Denkanstöße.

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